Familienfoto Weihnachten 2021

Weihnachten 2021

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Liebe Familie, Freunde, Bekannte, Kolleginnen und Kollegen! 

Es geht wieder etwas besser mit der Bewältigung der Zoonose Covid 19 – und hoffentlich auch für euch alle und die ganze Menschheit. Es kann und darf aber kein Zurück in die alten falschen Verhältnisse geben.

Wie kann es sein, dass die Bevölkerung der armen Länder weitgehend ungeimpft bleibt, wo doch die gemeinsame Anstrengung aller notwendig ist, damit die Pandemie ein Ende findet? Die Profitinteressen der Pharmakonzerne sind auch Schuld daran, weil sie die Patente nicht freigeben, sondern kassieren wollen. So gelingt es dem Virus,  schneller zu mutieren als die Verimpfung der ganzen Menschheit dauert.

Nazis haben ihre eigene Vorstellung vom Überleben der Fittesten ohne Impfungen und werfen dann der Regierung vor, die Gesellschaft spalten zu wollen. Sie selber sind die Spalter nicht nur unserer, sondern der gesamten Weltgesellschaft.

Und die Zukunft ist stark gefährdet. Die sogenannte Umweltkonferenz in Glasgow hat wenig Hoffnung gemacht. Unsere Ausrichtung in  Automobil- und Agrarindustrie ist selbstmörderisch, weil ohne Umdenken in Richtung CO2-Verringerung.

Erstmalig konnte ich im Januar die Rosa-Luxemburg-Konferenz online verfolgen, damit aber nicht an der traditionellen Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof der Sozialisten teilnehmen und keine roten Nelken auf die Gräber von Rosa und Karl (Liebknecht) legen, den wichtigen Kriegsgegner:innen der damaligen Zeit rund um den 1. Weltkrieg.

Im Februar hatten auch wir vor Ort eine Waldbesetzung zur Klimarettung: Süßwarenhersteller Storck braucht, zusammen mit den Politikvertreter:innen auch der Grünen, nicht darüber nachzudenken, was das Abholzen des Steinhausener Waldes am Firmengelände zugunsten von Parkplatzerweiterungen für unser Klima bedeutet. Ich habe mehrere warme Mahlzeiten zubereitet und den Baumverteidiger:innen überbracht. Der „Steini“ steht noch, muss aber weiterhin durch Baumbesetzungen verteidigt werden, damit nicht plötzlich die Motorsägen rasseln.

Im März war ich beteiligt an der Menschenkette bei Miele zur Durchsetzung eines neuen Tarifvertrages, im April am Ostermarsch in Gütersloh, am 1. Mai an den Maikundgebungen.

Unsere Parteiarbeit war aber eher selten durch persönliche Zusammenkünfte geprägt. Stattdessen gab es Video- und Telefonkonferenzen. Die Wahl unserer Direktkandidatin  zur Bundestagswahl fand auf einer Kreismitgliederversammlung im stillgelegten Franziskanerkloster Rheda-Wiedenbrück statt. Unverdienterweise wurde das Wahlergebnis für Die Linke auch in GT gegenüber 2017 in etwa halbiert.

Im Juni gab es ein tolles Gemeinschafts-Erlebnis unserer Doppelkopfrunde auf dem Schlossgelände Hünnefeld in Bad Essen.

Die letzten beiden Juliwochen durften wir nach Amrum, mit der Bahn. Die Fahrt war ein ungeheures Abenteuer, auch weil just am Abfahrtstag die Folgen der Flutkatastrophe im Ahrtal  auch bis Gütersloh nachwirkten. Mit Wanderungen die Insel rauf und runter lernten wir Gastlichkeit unter Coronabedingungen kennen. Sogar ein Konzert mit Katja Ebstein (Wahlamrumerin) war möglich. Sie erzählte uns dabei von ihrer Freundschaft zu Benno Ohnesorg, der sich, wie sie, in einem Berliner Heim auf Amrum erholen konnte. Sie war schockiert und entsetzt von seinem Tod durch einen Killer-Polizeischuss am 2. Juni 1967.

Im August eine Woche sightseeing in Bayern bei meinem Sohn, dem frischgebackenen Lokführer. Bewundernswert auch seine Ausbildungsanstrengungen, die in der Kürze der Zeit nicht nur seine Kenntnis der vielen Signalzeichen, des bayerischen Schienennetzes und dessen Zustands, sondern auch die Fahrleistungen der unterschiedlichen Lokomotiven auf den einzelnen Strecken beinhalten.

In den Herbstferien war der Aufenthalt in Augsburg dann noch einmal ein sehr schönes touristisches Erlebnis (inklusive Bahnverspätung): die seit der Fuggerzeit bemerkenswert soziale Ausrichtung zeigt sich nicht nur in der Fuggerei, sondern auch an der Wasserversorgung, die bis heute kostenloses Brunnenwasser bereitstellt.

An die Anstrengungen im Wahlkampf im August und September mit Plakatieren, Wahlkampfständen und Plakate wieder Abnehmen denke ich nur ungern zurück auch angesichts des Ergebnisses .

Aber der Kampf gegen Kapitalismus und Krieg muss weitergehen, damit die Menschheit noch eine Chance hat.

Und so wünsche ich euch allen und uns viel Erlebenswertes, ob allein oder 

gemeinsam, 

und darüber hinaus alles Gute zu den Festtagen, und zum neuen Jahr 2022 

Frieden und Gesundheit

                                                 Euer  Ludger

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