Rosa-Luxemburg-Platz

4. Juli 2016

Was ist daran skurril, dass man eine dass man einer der
bedeutendsten Frauen der neueren deutschen Geschichte die Ehre widerfahren lässt, die ihr gebührt?

Wir sind uns darüber im Klaren, dass Rosa Luxemburg für die politischen Gegner ihrer Zeit zu Lebzeiten das Hassobjekt par excellence war. Als linke Intellektuelle, als Jüdin und vor allem auch als FRAU, die sich öffentlich geäußert hat zu einer Zeit, in der man von Frauen politische Abstinenz und Stillschweigen erwartet hatte. Während des kalten Krieges ist diese Haltung gegenüber Rosa Luxemburg unreflektiert bei behalten worden.
Aber der kalte Krieg ist seit mehr als 25 Jahren Geschichte und auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse tragen heute zu einem anderen Blick auf Rosa Luxemburg bei.
Es ist also mehr als legitim, dass man dieser Frau fast einhundert Jahre nach ihrem gewaltsamen Ende auch im Westen unserer Republik Gerechtigkeit widerfahren lässt.
Deshalb auch ihre Würdigung hier bei uns in Gütersloh. Zum 15. Januar 2019 wäre dann die Anerkennung ihrer Leistungen gerade auf dem Berliner Platz anzustreben, weil genau vor 100 Jahren Berlin der Ort ihrer Ermordung war.

Almuth Wessel, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die Linke im Rat der Stadt Gütersloh

Stadtverband Die Linke Gütersloh, Ludger Klein-Ridder, stellvertretender Sprecher

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