Eidesstattliche Versicherung belegt

Sie täuschen Öffentlichkeit und Beschäftigte

Widerstand gegen Lohndrückerei beim Wertkreis wächst

Der Rechtsanwalt Peter Heethey hat gerade eine Versicherung an Eides statt entgegen genommen, die bestätigt, dass der Wertkreis-Kritiker Ludger Klein-Ridder recht hatte. Er hatte im Zusammenhang mit der Demonstration vom 12.9. gegen die Lohnabsenkung beim Wertkreis erfahren, dass die Geschäftsleitung eine Teilnahme der Betroffenen an dieser Veranstaltung verhindern wollte.

Drohungen, Einschüchterungen und Lügen sind die Methoden. So wurde die Wertkreiskritische Kungebung als illegal hingestellt.

In diesem Zusammenhang gilt zu betonen, dass es demokratische Rechte und Pflichten der Bürger*innen gibt, die auch den Menschen mit Behinderung nicht genommen werden dürfen.

Wir kennen alle die Methoden der Einschüchterung vom ersten Arbeitsmarkt: Verlust des Arbeitsplatzes ist der wichtigste Grund für viele, sich nicht zu wehren, nicht einer Gewerkschaft beizutreten, keinen Betriebsrat zu bilden, jede neue Zumutung zu schlucken.

Ein Werkstattrat, wie hier der für die Beschäftigten mit Behinderung im Wertkreis, hat kaum Rechte und kann sich kaum wehren gegen die Zumutungen des Wertkreis-Managements.

Dieses Management behauptet ja auch, dass die Menschen mit Behinderung im Wertkreis einen Stundenlohn von gut 9 Euro erhalten. Hier gebe ich den Begriff „Blödsinn“ gern zurück, denn die Berechnung ist geradezu ungeheuerlich: Wenn wir von einem Durchschnittslohn von 2 € ausgehen, darf man nicht hinzurechnen die Rentenanteile, die vom Bund gezahlt werden, oder die Fahrtkosten, die vom LWL übernommen werden. Diese Berechnungen würden nicht einmal Miele oder arvato anstellen, so verlogen sind sie.

Ich bin später auch nicht zum Gespräch eingeladen worden, nachdem ich im Bundestagswahlkampf zum ersten Male die wertvolle und, wie ich dachte, über alle Kritik erhabene Arbeit des Wertkreises näher gebracht bekam.
Hätte ich etwa das neue Lohnkonzept mit absegnen sollen?

Dazu werde ich mich nie hergeben. Gespräche mit der Geschäftsleitung habe ich schon geführt (informell). Unsere Positionen sind unvereinbar.
Ich stehe auf Seiten der Kläger*innen gegen die willkürliche und ungerechtfertigte Lohnabsenkung.

Eine Institution, die Menschen bestärken soll im Sinne der UNO-Menschenrechtskonvention, ist völlig kontraproduktiv geworden, weil sie dem schnöden Mammon Vorrang gibt vor einer Bestärkung der Menschen mit Behinderung. Wer hier Löhne drückt, beschädigt nicht nur die Menschen in ihrem körperlichen und seelischen Befinden, er beschädigt auch sein Image als soziale Institution.

Bethel sei gewarnt, wenn im Mai der Wechsel von Gütersloh nach Bielefeld ansteht.

Ludger Klein-Ridder

Sprecher des Stadtverbandes DIE LINKE GÜTERSLOH

 

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